Jurij Alschitz

Quantum-Training

Jurij Alschitz: Einführung in die

QUANTENPÄDAGOGIK für Theater

Schauspieler in Superposition

Ein zweitägiges Seminar für Schauspieler, Regisseure, Schauspieldozenten und Theaterpädagog:innen, die der Meinung sind, dass lineares Denken nicht mehr den heutigen kreativen Prozessen genügt, und die nach anderen Formen suchen, mit Wissensvermittlung, Präsenz und Verantwortung umzugehen.

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Seit vielen Jahren arbeite ich als Lehrer und habe zunehmend das Gefühl, dass klassische Modelle nicht mehr erklären können, was wirklich zwischen Lehrer, Schüler und im Lernprozess selbst geschieht. Quantentraining ist mein persönliches Feld der Reflexion und Praxis – ein Versuch, Wissen, Unterricht, Training und die Verantwortung des Lehrers neu zu überdenken. Dieses Seminar bietet keine Antworten. Es bietet einen Perspektivwechsel und  Erfahrungen, die jeder Teilnehmer auf seine eigene Weise machen wird.
Dr. Jurij Alschitz

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Warum quanten?

Weil lineares Denken nicht mehr ausreicht. Feste Methoden und vorgefertigte Strukturen werden der Komplexität zeitgenössischer kreativer Arbeit oft nicht gerecht. Quantenpädagogik setzt dort an, wo Lernen nicht mehr als Weitergabe von Wissen verstanden wird, sondern als Schaffung eines gemeinsamen Feldes – von Aufmerksamkeit, Energie und Beziehungen.

Quantum Training kontextualisiert „Quantenkonzepte” mit der Schauspielpraxis und untersucht, wie die Anwendung von Prinzipien der Quantenphysik die Wahrnehmung und Methoden des Schauspielers verändern kann.

Dies ist das erste öffentliche Format, in dem Quantenpädagogik und Quantentraining zusammengeführt werden. Diese einzigartige Forschung von Dr. Jurij Alschitz etabliert nicht einfach eine neue Methode oder Technik, sondern eröffnet einen Perspektivwechsel, der zu einer Veränderung im Verständnis von Lernen und kreativer Arbeit führt.

SEMINAR STRUKTUR

Tag 1 — QUANTUM PEDAGOGY

Der erste Tag ist dem Umdenken in der Pädagogik selbst gewidmet. In diesem Zusammenhang möchten wir auch die Probe als pädagogischen Prozess betrachten.
Im Mittelpunkt stehen vier grundlegende Fragen, die gewohnte Sichtweisen auf Lehren und Lernen, sowie auch den normalen Probenprozess in Frage stellen.

  1. Quantenpädagogik – worin besteht der wesentliche Unterschied?
    Wir werden pädagogische Ansätze vergleichen, jedoch nicht auf der Ebene der Terminologie. Unser Interesse gilt vielmehr der Ebene des Denkens und den verschiedenen Prozessen. Es geht nicht darum, bestehende Bildungssysteme abzulehnen, sondern ihre Grenzen und die Notwendigkeit einer anderen Perspektive in der zeitgenössischen kreativen Bildung zu untersuchen.
  2. Wissen in der Quantenpädagogik.
    Wir überdenken das Konzept des Wissens selbst.
    Wie entsteht Wissen? Kann es wirklich weitergegeben werden?
    Was unterscheidet gelebtes, verinnerlichtes Wissen von Information?
  3. Die Rolle des Lehrers. Die Rolle des Regisseurs.
    In der Quantenpädagogik ist der Lehrer/Regisseur nicht mehr die zentrale Autorität, der Kontrolle übernimmt oder Gewissheit bietet.
    Der Lehrer ist nicht derjenige, der Wissen „besitzt”, sondern derjenige, der die Bedingungen schafft, unter denen Wissen und Schöpfungen entstehen können.

  4. Student und Unterricht.
    Lernende werden nicht als Objekt der Unterweisung betrachtet, sondern als lebendige, sich entwickelnde Systeme.
    Eine Unterrichtsstunde ist keine Abfolge vordefinierter Schritte, keine Ausführung eines Programms und kein Voranschreiten zu einem vorbestimmten Ergebnis. Sie ist vielmehr ein Ereignis – eine Erfahrung, die über ihr formales Ende hinausgeht.

    Wie lassen sich diese Prozesse in der Regieführung anwenden?

Diese Einführung in die Quantenpädagogik bietet keine vorgefertigten Werkzeuge. Mit diesem ersten „Quantenschritt” nimmt sich Jurij Alschitz die Freiheit, Ihr System zu provozieren, um eine Veränderung in Ihrer Denkweise und Veränderungen in der Wahrnehmung herbeizuführen – hinsichtlich der Rolle des Lehrers und der Natur des Lernens selbst.

Tag 2 — QUANTUM TRAINING

Am zweiten Tag wird aus Theorie direkte Erfahrung.

  1. Traditionelles Training und Quantentraining.
    Wir vergleichen zwei Trainingsansätze nicht anhand der Form der Übungen, sondern anhand der Logik der Anwendung:
    die Anwesenheit des Lehrers, die gemeinsame Verantwortung für den Prozess und die Aufmerksamkeit für das Arbeitsfeld.
    Quantentraining ist nur möglich, wenn der Lehrer sich selbst persönlich in einen Trainingszustand versetzt.
  2. Training des Lehrers.  Training des Regisseurs.
    Wo beginnt der Quantenprozess?
    – Mit der besonderen Aufmerksamkeit für all das, was normalerweise unsichtbar ist.
    – Damit, dass der Leiter des Quantentrainings weder externer Beobachter noch Kontrolleur der Ergebnisse ist.
    – Mit einem Training der Präsenz, der Ungewissheit und der Verantwortung.
  3. Was ist eine Übung / Exercise?
    Eine Übung funktioniert nur, wenn sowohl Lehrer/Regisseur als auch Schauspieler innerhalb des Prozesses stehen – nicht darüber.
  4. Studierende im Quantentraining. Schauspieler in der Superposition.
    Der Schauspieler sucht nicht nach einer einzigen richtigen Lösung und legt keine endgültige Form fest.
    Stattdessen lernen Schauspieler:
    – immer mehrere Möglichkeiten offen zu halten,
    – in ständigen Zustand der Wahlfreiheit zu verbleiben,
    – gleichzeitig präsent und abwesend zu sein.
  5. Das Training als lebendiger Prozess.
    Quantentraining ist ein Prozess, in dem alle Teilnehmer eine tiefgreifende Transformation durchlaufen.

An diesem Tag werden die Teilnehmer:
– mit Beispielen für Quantum Exercises arbeiten,
– beobachten, wie sich das Arbeitsfeld verändert, wenn sich die Führungsposition verschiebt,
– die Verantwortung des Lehrers/Regisseurs für den Prozess selbst untersuchen,
– die Dimension des für sich selbst verantwortlichen Schauspielers erfahren.

Course dates and Registration

Saturday 18 April
Sunday 19 April 2026

always at 15:00 – 17:30 UTC+2 | Berlin time

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